Gute Umgangsformen zwischen dem Gastgeber und seinen Gästen

Gute Umgangsformen zwischen dem Gastgeber und seinen Gästen tragen erheblich zu einem schönen Fest bei. Das ist unabhängig davon, ob es sich um ein Fest mit der Familie, Freunden oder Kollegen handelt. Ob als Gastgeber oder Gast – jeder trägt mit seinem Auftreten und guten Umgangsformen entscheidend zum Gelingen eines Festes bei.

Dabei geht es weniger um starre Regeln, die man befolgen sollte. Es geht um Charakter und Fingerspitzengefühl, wie es damals Freiherr von Knigge schon treffend feststellte.

Jede Höflichkeitsregel lebt letztlich von einer achtenden und respektvollen Einstellung, die man anderen Menschen entgegenbringt.

Wie soll ich meine Gäste einladen?

Gute Umgangsformen beleben jedes Fest
Gute Umgangsformen sorgen für eine gute Stimmung – nicht nur bei Festen!

Ist es angemessen, telefonisch einzuladen – oder doch besser „offiziell“ mit Karte im Briefkuvert? Kann man heute auch per Mail einladen?

Bei einer privaten Einladung wählen Sie als Gastgeber die Art der Einladung selbst. Allerdings drückt die Form Ihrer Einladung schon den Stil Ihres Festes aus. Eine „locker“ formulierte Mail, wird eher auf ein lockeres Miteinander zwischen gut bekannten Gästen verweisen als eine Karte, auf der die Einladung handschriftlich verfasst wurde.

Wenn Sie eine Einladung verfassen, versuchen Sie nicht zu sehr, den vertrauten Rahmen der Gäste zu sprengen. Doch denken Sie daran, dass eine besondere Einladung, die sich ein bisschen vom Alltag abhebt, auch etwas über Ihr Verhältnis zu Ihren Gästen aussagt. Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie eine Einladung erhalten, die sich vom Normalen, Gewöhnlichen abhebt.

Welche Informationen soll eine Einladung enthalten?

Gute Umgangsformen zeigen sich auch darin, ob der Gastgeber in seinen Einladungen an alle Informationen gedacht hat, die für seine Gäste wichtig sind.

  • Wann findet das Fest statt? Wochentag, Datum, Uhrzeit.
  • Wo trifft man sich zum Feiern?
  • Zu welchem Anlass wird gefeiert?
  • Gibt es ein Essen?
  • Ist der Rahmen festlich, locker oder offiziell?
  • Welche Kleidung ist erwünscht?
  • Wie genau komme ich zum Ort der Feier? (Beschreibung der Anfahrt mit dem Auto und mit öffentlichen Verkehrsmitteln)
  • Bis wann soll eine Zu- oder Absage getroffen werden?
  • Ist eine Begleitung erwünscht?

Die Sitzordnung sollte gut durchdacht sein

Gute Umgangsformen zwischen den Gästen und Gastgeber
Eine gut durchdachte Sitzordnung kann eine Kontaktaufnahme enorm erleichtern.

Wenn Sie einander unbekannten Gästen, die Kontaktaufnahme erleichtern wollen, kann (!) eine Sitzordnung bei Tisch sehr hilfreich sein. Letztlich müssen Sie sich auf Ihre Einschätzung der Gäste verlassen. Paare voneinander zu trennen, kann gut aufgenommen werden oder aber für Missmut sorgen. Das hängt ganz davon ab, ob sie sich auf einen gemeinsamen Abend freuen, da sie sich vielleicht ansonsten sehr wenig sehen. Einen schönen Mittelweg wählen Sie, wenn Sie Paare nebeneinander setzen, aber auf passende Tischdamen bzw. Tischherren zu ihren Seiten achten.

Wenn Sie selber als Paar im Mittelpunkt stehen, z. B. bei einer Hochzeit, dann sollten Sie auch nebeneinander sitzen. In allen anderen Fällen sitzen Sie sich gegenüber.

„Wichtige“ Gäste sitzen näher an ihren Gastgebern. Wenn Sie diese goldene Regel dadurch ergänzen, dass die Menschen, die nebeneinander sitzen, ähnliche Interessen verfolgen, dann kann fast nichts mehr schiefgehen. Auch eine gekonnte Mischung zwischen Männern und Frauen kann die Gespräche beleben.

Eine gelungene Sitzordnung ist eine Kunst, die viel Feingefühl und Menschenkenntnis erfordert. Eine gelungene Feier und glückliche Gäste werden es Ihnen danken.

Sind Sie selbst eingeladen?

Am Ende des Abends sollten Sie sich beim Gastgeber bedanken. Auch ein paar Tage später ist noch ein Dank angebracht. Ein Anruf sollte es mindestens sein. Wenn es sich um ein offizielles oder großes Fest handelte, kann man darüber nachdenken, ob einige handgeschriebene Zeilen angemessen sind. So bleiben Sie als Gast stets in guter und angenehmer Erinnerung.

Quellen

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