Auf der Party: Musik macht Dampf

Parties und lockere Feiern

feier musikDer Rahmen dieser Feste ist ganz anders gesetzt, als bei offiziellen Feiern. Meist gilt: Je länger die Party umso zentraler die Rolle der Musik. Dennoch ist eine Party kein Konzert, bei dem das Publikum sich der Musik unterzuordnen hat. Die Musik muß deshalb den Charakter und den Anlaß des Festes begleitend unterstützen.

Gerade Live-Bands müssen sich vor dem großen Fehler hüten, sich als Mittelpunkt zu verstehen. So stören sie nämlich, das Fest mehr als daß sie ihm dienen.

Diese Fragen sollten Sie deshalb vor jeder Feier immer beantworten:

Die Anzahl der Teilnehmer, welcher Raum ist zu beschallen. Dies wird im wesentlichen die technische Ausrüstung bestimmen.

Der Anlaß der Feier. Damit muß das Musikprogramm zurechtgeschnitten werden. Man wird beim 80. Geburtstag im Altersheim anders auswählen, als bei einer Faschingsfete in der Sporthalle.

Die Altersstruktur der Teilnehmer. Sie muß unbedingt berücksichtigt werden, denn eine angemessene Musikauswahl entscheidet über das Gelingen oder den Mißerfolg des Festes. Die Menschen wollen gerne die Musik hören, die in ihrer Jugend aktuell war, dann fühlen sie sich richtig glücklich und gehen auch aus sich heraus. Das sollte immer ein wichtiges Ziel für Ihr Fest sein.

Wenn die Gäste in der gleichen Altergruppe sind, macht es das natürlich einfacher: Organisieren Sie hier die Musik, die in deren 20er Jahren aktuell war. Wenn z.B. in 1999 ein 50er Geburtstag gefeiert wird, dann wird das durchschnittliche Geburtsjahr 1949 sein, 20 Jahre dazu führt zur Musik von 1969, plus-minus 5 Jahre bestimmen den Musikrahmen 1964 - 1974.

Meist liegen Sie mit dieser Berechnung goldrichtig. Wenn sehr viele unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind wird es allerdings schwieriger. Sorgen Sie dann am besten dafür, daß abwechselnd jede Gruppe zu ihrem Recht kommt. Mit internationalen Standards können Sie allerdings auch noch einiges ausgleichen.

Jede Musik, ob jetzt live oder vom Diskjockey muß den Anlaß des Festes unterstützen. In Ihr Programm gehören also immer ein Tusch, ein Lied zum Geburtstag (in einer großen Gruppe hat immer jemand Geburtstag), eine Art Fanfare für Ankündigungen ein Jingle für die Pausen, ein Schlußlied

Wird gegessen, will man sich unterhalten. Wenn überhaupt, dann sollte nur ganz dezent Musik dazu gespielt werden. Leichte Klassik, Easy-Jazz oder Soft-Pop sind dann angebracht. Auch hier sündigen Bands gerne und sind zu laut und auch DJs können es kaum erwarten, die Wattzahlen hochzudrehen.

Wer zahlt?

Immer wissen sollte man, wer das Fest letztendlich bezahlt und auf dessen Lieblingsgeschmack auch eingehen. Das hat nichts mit Einschmeicheln zu tun, sondern es ist einfach ein Frage der Klugheit den Sponsor dieses Abends / des Events für weitere Veranstaltungen zu gewinnen. MusikerInnen wollen schließlich von ihrem Beruf auch leben können. Auch sollte man sich immer gut mit dem Wirt stellen. Er kann weitere Aufträge vermitteln.

Wie auch sonst im realen Leben helfen gute Verträge zufriedene Geschäftsverbindungen zu erhalten. Es sollten alle wichtigen Details zwischen Veranstalter und Musiker im Vorfeld festgelegt werden. Dazu gehören insbesondere die Art und der Zeitpunkt der Bezahlung, der Beginn und auch - vor allem - das Ende der Veranstaltung. Aber auch wie die Musiker verpflegt werden, gekleidet sein sollen und wieviele Pausen gemacht werden, sollte man ansprechen und in einem kurzen Protokoll auch festhalten.

Wird dies nicht gemacht, dann klaffen die Erwartungen zu weit auseinander und anstelle der Freude kommt Frust auf. Vor allem bei den Pausen und beim Ende stelle ich dies immer wieder fest. Also besser vorher streiten und sich einigen, als nachher lauter lange Gesichter.

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