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Das Pfingstfest

Warum feiern wir Pfingsten?

Das PfingstfestPfingsten gilt in der christlichen Tradition als das höchste Fest. Sein Name kommt aus dem Griechischen: Pentekose heißt übersetzt fünfzig. Das bezieht sich auf den Zeitpunkt vom Pfingstfest, nämlich 50 Tage nach dem Osterfest. Dieses Datum wurde aus der jüdischen Traditon entnommen. Zunächst war es dort das Fest, an dem man die ersten Früchte im Tempel opferte. Später wurde es dann als "Wochenfest" bezeichnet. Der Inhalt vom Pfingstfest veränderte sich im Laufe der Zeit zu einer Danksagung für die Gesetzgebung am Sinai, die Verkündung der Thora, der Verfassung des jüdischen Volkes vor Gott.

In der Kirche ist Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes, der auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren. An Pfingsten wird der heilige Geist geehrt, weil er der Erschaffer des Lebens ist und die Menschen an Jesus Christus erinnern soll. Lukas bezog sich auf die Verkündigung des Gesetzes am Sinai für seine Erzählung der Ereignisse am Pfingsttag. Damit wollte er deutlich machen, dass sich das, was am Sinai für das jüdische Volk geschah, an Pfingsten für alle Völker wiederholte: eine neue Gesetzgebung, das Gesetz der Liebe für das "neue Israel", die Kirche.

Auch die Sprachverwirrung, die beim Turmbau zu Babel erfolgt war, wurde nun durch die eine Sprache des Geistes überwunden. Verständigung wurde neu möglich unter Menschen und zwischen Mensch und Gott. Das Pfingstfest bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises.

Im 6. Jahrhundert wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten. Im Mittelalter wurde der Heilige Geist auch in menschlicher Gestalt dargestellt, Papst Urban VIII. untersagte im 17. Jahrhundert solche Darstellungen.

Von den alten Pfingstbräuchen haben sich nur noch wenige erhalten, gelegentlich werden Pfingstfeuer entzündet. Regional haben sich aber einige Bräuche erhalten. In Vergessenheit geraten ist z.B. der mittelalterliche Brauch des "Heiligen Geist Schwingens": dabei wurde eine hölzerene Taube durch eine Öffnung der Kirchendecke herabgelassen und in Schwingung versetzt. Verbreitet war auch das Freilassen lebendiger Tauben, die während des Pfingstgottesdienstes den Kirchenraum durchflogen.

Pfingstbräuche

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