Pfingstbräuche 3

Das Pfingstfeuer

Pfingstfeuer

Die lodernde Flamme gilt dabei einerseits als Symbol des Heiligen Geistes, andererseits aber auch als Zeichen der Reinigung und Erleuchtung der Gläubigen.

Bis ins 20. Jahrhundert wurde im Gebirge und in Schlesien zu Pfingsten der Abschied von der Winterzeit und der damit verbundene Frühlingsanfang gefeiert.

Am 2. und 3. Pfingsttag wurde ein Freudenfeuer, das sogenannte Pfingstfeuer, entfacht. In vielen Gegenden schmückte man zusätzlich die Häuser mit Blumen und Birkenzweigen und sang spezielle Pfingstlieder.

In der heutigen Zeit wird in manchen Orten am Pfingstsamstag ein Pfingstfeuer, ähnlich wie das Osterfeuer, entzündet.

Das Feuer ist verbunden mit einem langem Gottesdienst mit Liedern, Lesungen und Erzählungen und einer Nachtwache, der Pfingstvigil.

Einen besonderen Brauch mit dem Pfingstfeuer pflegte man im Salzburger Land. Dort wurden in vielen Kirchen aus dem sogenannten "Heiligengeist- Loch" brennende "Werchflocken" auf die Kirchenbesucher gestreut und von den Männern mit ihren Hüten aufgefangen. Diese "Werchflocken" sollen vor Unwetter bewahrt haben.

Die Bosheitsnacht

In Oberösterreich gilt die Nacht auf den Pfingstmontag als "Bosheitsnacht"

In einigen Gegenden der Süd-, West- und Oststeiermark:

In der Nacht vom Pfingstsonntag auf den Pfingstmontag, der so genannten Bosheitsnacht, wird allerlei Unfug getrieben. Hin und wieder schafft man es kaum, aus dem Haus zu kommen, weil der Eingang mit allerlei Gerätschaften und Einrichtungsgegenständen verbaut ist.

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